Mehr Dynamik dank neuer Textstruktur

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Das Rin­gen um den Text des neuen Paris­er Abkom­mens geht weit­er. Was muss unbe­d­ingt rein und was wird erst in späteren Entschei­dun­gen beschlossen (die Paris­er Kon­ferenz ist näm­lich nicht das Ende son­dern der Anfang des weltweit­en Kli­maschutzes)?

The­men, die direkt in den Ver­trag­s­text aufgenom­men wer­den, sind durch die rechtlich stärkere Bindung in der zukün­ftige Umset­zung schon fest ver­ankert. Inhalte, die auf noch kom­mende Kon­feren­zen ver­schoben wer­den, kön­nen auch noch genauer besprochen wer­den und sind später leichter änder­bar. Solch ein „Auf­schieben“ bleibt unumgänglich bei dem Zeit­druck, den wir hier haben.

Es gibt allerd­ings noch einen drit­ten Abschnitt, in den die The­men ver­schoben wer­den, über deren Platz in der Kli­maver­hand­lung noch entsch­ieden wer­den muss – ganz ein­fach gesagt, der „Mülleimer“. Bei allen Inhal­ten, die dort ein­sortiert sind, muss man im Moment Angst haben, dass sie bei dem neuen Kli­maabkom­men hin­ten runter fall­en.

Die Gliederung ist also:
Teil 1: Text des Paris­er Abkom­mens
Teil 2: Teile die in spätere Kon­feren­zen aus­ge­lagert wer­den
Teil 3: Ele­mente, über deren Verbleib die Parteien noch uneins sind

Dieser Gliederungsvorschlag dient nun als Grund­lage für die Ver­hand­lun­gen dieser Woche. Sie wurde vom UN-Kli­masekre­tari­at vorgeschla­gen, um die Ver­hand­lung zu erle­ichtern, ist aber nicht unum­strit­ten. NGO-Vertreter aus dem Cli­mate Action Net­work sowie einzelne Län­der kämpfen ger­ade beim The­ma Emis­sion­s­min­derun­gen dafür, dass die Para­grafen, die im Moment noch im Teil 3 liegen, in das Abkom­men inte­gri­ert wer­den. Außer­dem fordern viele Entwick­lungslän­der, dass die Text­teile zum Umgang mit Schä­den in Folge des Kli­mawan­dels, sowie zu Finanzierung und Tech­nolo­gi­etrans­fer direkt im Ver­trag­s­text lan­den.

Um diese Pri­or­itäten wird jet­zt von den einzel­nen Län­dern gerun­gen. Wir set­zen darauf, dass die konkreten Änderungsvorschläge die Ver­hand­lun­gen nach vorne brin­gen, sodass wir am Ende der Woche hof­fentlich einem Ver­trag­s­text näher sind.

 

Autorin: Laima Poli­ta­js

Fotos: Dorothea Epper­lein

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